SAVEPOINT v3.20 mit den Messwerten: /jobs und /capabilities byteweise identisch ueber zwanzig Sekunden (es lud also nichts neu), 97 Antworten mit HTTP 429 im nginx-Log, 812 von 876 Anfragen scheinbar von einer IP, und die Rechnung, die zeigt warum: ein offener Tab braucht 123 Anfragen/min, erlaubt waren 100. Dazu drei neue Lehren in AGENTS.md: - Ein verpasster Abruf ist keine Nachricht ueber die Welt (`catch(() => [])`). - Eine eigene Schutzbremse gegen die eigene Last rechnen - und jedes Greifen protokollieren, sonst ist sie unsichtbar. - Eine geschluckte Warnung ist eine Falle (`|| echo` in einem 200-Zeilen-Log). - Und: wenn der Commander eine Korrelation nennt, ist das eine Spur, auch wenn seine vermutete Erklaerung daneben liegt. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
10 KiB
AGENTS.md — Arbeits-Konventionen für Rippy
Grundregeln
1. Plan vor Code. Vor jeder Etappe: Klare Akzeptanzkriterien schreiben, dann bauen. 2. Kleine Schritte. Max. eine Feature pro Commit. Commit-Nachrichten beschreiben WAS und WARUM. 3. Beweisen statt behaupten. Testen, was gebaut wurde. Keine "es sollte funktionieren"-Commits. 4. Deutsch-Nicht-Entwickler. Der Commander liest alles — Variablennamen auf Englisch, aber Kommentare und Docs auf Deutsch.
⛔ HARTE Regeln (mechanisch geprüft — seit 22.07.2026)
A. Die CI-Ampel muss GRÜN sein, bevor irgendetwas „fertig" heißt.
.gitea/workflows/ci.yml läuft bei jedem Push auf dem Gitea-Runner (NICHT löschen, NICHT
abschwächen). Keine Tests = rot = nicht fertig. Der Commander liest die Ampel, nicht den Code.
B. Abweichung vom KONZEPT = STOPP + fragen. Anderes Werkzeug, andere Bibliothek, gestrichenes Muss-Feature → erst den Commander fragen, NIE still ersetzen. (Vorgefallen: Muss-Feature „MakeMKV lossless" wurde still durch lossy HandBrake ersetzt.)
C. Single Source of Truth ist main — es gibt nur diesen einen Branch
(seit 24.07.2026; der stable-Zwischenbranch ist abgeschafft). Die CI-Ampel
läuft bei jedem Push und PRÜFT nur (Ruff/pytest/Vite-Build) — sie befördert
nichts mehr. Deployt wird direkt aus main: auf der VM git pull bzw.
./deploy.sh (verifiziere vorher, dass die Ampel für den Commit GRÜN ist —
rot heißt: nicht deployen). Nie freihändig per SSH auf der VM bauen.
(Vorgefallen: Doppel-Anlage Rippy + rippy auf der VM durch Freihand-Deploys.)
D. Externe Schnittstellen NIE aus dem Kopf. Vor Nutzung fremder CLI-Flags oder
Bibliotheks-APIs: --help/Doku prüfen und die Fundstelle im Commit nennen.
(Vorgefallen: erfundene Celery-Methode self.send_task, erfundene abcde-Flags.)
Workflow
- Read: KONZEPT.md + ROADMAP.md lesen. Verstehen, welche Etappe dran ist.
- Plan: Was genau soll diese Sitzung bauen? Eine Zeile.
- Build: Code schreiben, testen, committen.
- Verify:
docker compose up— funktioniert das Ganze? - Savepoint: SAVEPOINT.md aktualisieren. Nächster Chat beginnt nicht von Null.
Modelle je Aufgabe
- Planung: Heavy-Modell (Reasoning) für Architektur-Entscheidungen.
- Bauen: schnelles Coding-Modell.
- Review: Heavy nochmal für Code-Review vor Merge.
Docker-Praxis
- Alles läuft in Containern:
docker compose up -d - Keine System-Pakete auf dem Host — alles im Container.
- Dockerfile immer multi-stage, kleinste Images.
Was NICHT gebaut wird
- Kein Code direkt im Host-OS.
- Kein Proxmox-LXC-Nesting-Workaround — das Projekt lebt bewusst in normalem Docker.
- Kein ARM-Fork — Rippy ist ein Eigenbau von Grund auf.
Aktueller Stand (26.07.2026)
- ✅ E2E bewiesen (v3.1): BD-50 komplett durch die Kette (43 GB → 4,8 GB)
- ✅ Etappe 13 (v3.2): Universal-Komfort-Runde — Media-Server-Integration, echte Benachrichtigungen, SMB-Klartext-Fehler, UHD-Arbeitsverzeichnis, MakeMKV-Key via UI, Job-Detail-Popup, Toast-Feedback, Ampel-Blocker behoben
- ✅ Etappe 17 (v3.10): 4K-UHD-Disc-Schlüssel — persistentes
MakeMKV-Datenverzeichnis +
KEYDB.cfgim UI - ✅ Etappe 18 (v3.11): 4K-UHD gelöst —
makemkvconholt Schlüssel unter Linux nie, unter Windows schon; Schlüsselspeicher übernehmbar. Akira-UHD geht auf der VM auf (TCOUNT:5, bewiesen) - ✅ Etappe 19 (v3.14): Durchsicht Frontend/Backend — vier Placebos weg
(Fortschritt log, Auswurf tat nichts, „Alle Tracks" konnte nichts, Encoder
wurden behauptet statt gemessen), Zombie-Erkennung gebaut, Pfad-Prüfung
gehärtet, und der Platten-Schutz aus
c065967als unwirksam entlarvt - ✅ Etappe 20 (v3.15): Aufräum-Runde —
/capabilities1,010 s → 0,003 s (Ping im Hintergrund), Kompression je Disc-Typ abwählbar (4K verlustfrei), Wizard empfiehlt nach gemessener CPU, vier tote Routen entfernt - ✅ Etappe 21 (v3.17): Der Blocker externes Encoden ist zu —
RIPPY_PATH_MAPleitet Rippy aus seinen eigenen Mounts ab, der Installer holt es selbst; Presets kommen vom Worker statt aus dem Quelltext; Dashboard ohne Placebos, mit Restzeit. Dazu vier Bestandsfehler, alle live gemessen (u. a. „Neu komprimieren" ging nie, undos.path.isdirhing im Kernel) - ✅ Etappe 22 (v3.18): Auswurf wirkt endlich (MakeMKV verriegelt die Tür — erst entriegeln, dann prüfen statt glauben), externer Worker meldet sein Log nach Rippy, zeigt den laufenden Job und nimmt mehrere Aufträge an. Dazu die Mount-Ursache: Die CIFS-Verbindung lebt in der Netz-Namespace des api-Containers und stirbt mit ihm — eine Wache heilt das jetzt selbst
- ✅ Etappe 23 (v3.19): Sprachwahl vor dem Rip (Ton + Untertitel, Automatik einstellbar), Auswurf wirkt wirklich (MakeMKV verriegelt die Tür), externer Worker mit Verwaltungsfenster/Deinstaller/Slots, Schlüssel-Automatik für 4K, Mount-Wiederanbindung 202 s → 8 s, Weitergabe an einem frischen Klon geprüft
- ✅ Etappe 24 (v3.20): Rippy bremste sich selbst aus — das Rate-Limit lag unter der eigenen Last (100/min gegen 123/min), hinter dem Proxy teilten alle Clients einen Eimer, und ein abgewiesener Abruf leerte das UI. Dazu: der „Neu"-Knopf kennt jetzt die Phase (Rip oder Kompression) und fragt, wo er es nicht weiß; zwei Fehler im Deploy-Weg behoben
- 📝 Details immer in SAVEPOINT.md — diese Sektion nennt nur die Etappe
Was diese Sitzungen wiederholt gekostet hat
Nicht aus einem Zustandswert auf einen Mechanismus schließen. Vorgefallen:
aus „kein Schlüssel da" → „Server abgeschaltet" (falsch), aus Status
transcoding → „Celery hat neu zugestellt" (falsch), aus progress=99 →
„Altwert aus dem Absturz" (falsch — ein Bug), aus gleichem st_dev →
„os.rename funktioniert" (falsch — der Kernel vergleicht den Mount).
Jedes Mal hätte eine Messung von unter einer Minute gereicht.
Und die Umkehrung gilt genauso: gleiches st_dev heißt NICHT gleicher
Mount. Wo eine Eigenschaft ausprobierbar ist, probiere sie aus, statt sie
vorherzusagen.
Ein Hintergrund-Prozess, der still scheitert, ist schlimmer als einer, der
laut scheitert (26.07.2026). Ein except Exception: pass in einer
Vorrats-Schleife hat eine Stunde gekostet: Der Vorrat blieb leer, die Funktion
lief direkt aufgerufen einwandfrei, und der Grund stand nirgends. Gefunden erst
über die Thread-Zustände (/proc/<pid>/task/*/stat, Zustand D = im Kernel
blockiert). Jede Hintergrund-Schleife MELDET ihren Fehler, und wer einen Vorrat
anlegt, macht sein Alter abfragbar (GET /health/vorraete) — sonst ist am
Endpunkt selbst nichts zu sehen.
Ein Rückgabewert ist kein Beweis, wo die Wirkung prüfbar ist (26.07.2026,
zweimal am selben Abend). CDROMEJECT quittiert Erfolg auf einem verriegelten
Laufwerk und wirft nichts aus; mount quittiert Erfolg auf einer Verbindung, die
Sekunden später stirbt. Beide Fehler waren monatelang unsichtbar, weil der Code
dem Rückgabewert glaubte. Nach einer Aktion den ZUSTAND fragen — und wenn er
flattert, zweimal mit Abstand.
Bei „zu langsam" die DAUER je Schritt messbar machen, nicht die plausibelste
Ursache beheben (26.07.2026). Eine Mount-Wiederanbindung brauchte 150 s; die
erste, sehr plausible Erklärung war falsch, und die Änderung machte es langsamer
(202 s). Erst Zeitstempel im Log zeigten die Stelle: ein os.makedirs in Zeile
eins, das drei Minuten im Kernel hing. Danach 8 s. Wer eine Dauer nicht
aufschlüsselt, optimiert die falsche Stelle.
Netz-Pfade nie ungebremst anfassen. os.path.isdir/open auf einem toten
CIFS-Mount blockieren im Kernel und lassen sich aus Python NICHT abbrechen. Ein
Kind-Prozess lässt sich abbrechen: timeout N ls -d <pfad> (Muster in
mounts.ist_erreichbar und rohdaten.verzeichnis_da). Und „konnte nicht
nachsehen" ist etwas anderes als „ist nicht da" — beides zu vermischen erzeugt
falsche Aussagen im UI.
Ein verpasster Abruf ist keine Nachricht über die Welt (26.07.2026). Im UI
stand fünfmal catch(() => []): Jeder fehlgeschlagene Abruf hieß damit „es gibt
keine Jobs, keine Laufwerke, keine Ablagen" — die Liste leerte sich für einen
Takt und füllte sich vier Sekunden später wieder. Der Commander meldete das als
„wird oft neu geladen", und die Ursache war unsichtbar, weil der Fehlerzweig
nichts protokollierte. Wer nichts Neues weiß, behält, was er wusste: bei
Fehlschlag null und den alten Stand stehen lassen — nie einen leeren Wert, der
als Aussage gelesen wird.
Eine eigene Schutzbremse gegen die eigene Last rechnen (26.07.2026). Das
Rate-Limit stand auf 100 Anfragen/min, während ein einziger offener Tab 111/min
verursacht (Dashboard 75 + Log-Kasten 24 + Laufwerke 12). Rippy bremste sich
also permanent selbst aus, und niemand sah es: Der 429 stand in keinem Log, und
das UI verbuchte ihn als Leermeldung. Dazu der zweite Fehler — hinter einem
Reverse-Proxy ist request.client.host IMMER der Proxy, also hatten Browser,
zweiter Tab und Windows-Tray EINEN gemeinsamen Eimer (812 von 876 Anfragen kamen
scheinbar von einer IP). Wer eine Grenze setzt, rechnet die eigene Grundlast vor,
schreibt sie als Kommentar dazu und lässt jedes Greifen protokollieren.
Eine geschluckte Warnung ist eine Falle (26.07.2026). cp "$ENV_SRC" .env 2>/dev/null || echo "WARNUNG: …" scheiterte auf der Ziel-VM bei JEDEM Deploy,
weil die .env dort anders lag. Die Zeile scrollte im Build-Rauschen vorbei,
gebaut wurde still mit einer zwei Tage alten Kopie — mit einem toten
Download-Notbehelf darin, an dem jeder worker-Build abbrach. Entweder abbrechen
oder so laut werden, dass es nicht zu übersehen ist (Dateidatum, Kandidatenliste);
ein || echo in einem 200-Zeilen-Log ist keins von beidem.
Wenn der Commander eine Korrelation nennt, ist das eine Spur. „Wenn der
Worker installiert ist, wird der Bereich oft neu geladen" klang nach Bauchgefühl
und war exakt richtig: tray.py fragt /api/jobs über Port 80, landet damit im
Rate-Limit-Eimer des Browsers und drückt ihn über die Grenze. Dieselbe Lehre wie
bei „auf Windows ginge das sofort" (Disc-Schlüssel) — die Beobachtung ernst
nehmen, auch wenn die vermutete Erklärung („Celery-Ping?") daneben liegt.