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mission-control-v2/docs/AUFTRAGSBUCH.md
T
Hitonabi 1570b2fc71 Lucy kennt sich: Selbst-Inventur, Karten-Gutachter, Lern-Klick, Radar->Queue
User-Auftrag 12.07. ("bau das alles ein im Sinne der Autonomie. Auch muss
Lucy selbst bemerken wenn sich etwas aendert"):

- deploy/selbst-inventur.sh (Cron 03:35): SELBST-STECKBRIEF wird LIVE aus
  der Realitaet GENERIERT (Versionen, Dienste, Timer, Modelle, Crons,
  Queue, Karten -> ~/.hermes/state/selbst-steckbrief.md) statt von Hand
  gepflegt. Diff gegen gestern => die Box BEMERKT SELBST Aenderungen an
  sich (stille Chronik-Karte + kurze Telegram-Zeile; sonst still).
- deploy/karten-gutachter.sh (Cron 04:00): stempelt jede neue Karte mit
  "Empfehlung: ANNEHMEN/ABLEHNEN/UNKLAR + ein ehrlicher Satz" (prueft
  Redundanz gegen den Steckbrief, Risiko, Nutzen; Ein-Schuss-Richter
  gpt-oss/GLM; Stempel = Meinung, kein Gate; neuer Commit entwertet den
  alten Stempel). Backend mischt den Stempel in /api/auftragsbuch,
  UI zeigt ihn farbig auf der Karte.
- Ablehnen mit Grund (Lern-Klick): UI-Inline-Feld beim Ablehnen ->
  /srv/models/mc2-ablehnungen.jsonl -> Idle-Radar bekommt die Gruende
  als "NIE wieder vorschlagen"-Material vorgelegt.
- idle-radar-feed.sh: Material + Raster erweitert um Selbst-Steckbrief,
  Inventur-Diff und Ablehn-Gruende (Fehlerfall 12.07.: redundanter
  Gateway-Restart-Vorschlag waere damit gestorben).
- werkstatt-SOUL Regel 7 + wartung-Skill: REALITAETS-CHECK - existiert es
  schon? Dann kanban_block statt Branch (ein Branch fuer Ueberfluessiges
  ist ein gescheiterter Lauf).
- hermes-release-radar-feed.sh: echter Treffer legt zusaetzlich EINE rohe
  Idee in die Queue (idempotent je Release-Tag) - der Blick nach draussen
  fuettert denselben Kreislauf.
- deploy.sh: kopiert beide neuen Skripte; Doku AUFTRAGSBUCH.md +
  wissen/OFFENE-FAEDEN.md; frontend/dist frisch gebaut (tsc+vite gruen,
  UI gegen Live-Box verifiziert).

Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com>
2026-07-12 19:58:00 +02:00

131 lines
8.0 KiB
Markdown

# Auftragsbuch — die Vorschlags-Inbox der Box
Das Auftragsbuch ist das Mensch-Gate des propose-only-Kreislaufs als Klick statt
Git-Handarbeit: alles, was die Box von allein baut oder sich ausdenkt, landet hier
als Karte — du entscheidest mit **Annehmen** oder **Ablehnen**.
## Die Ideen-Queue davor (natives Hermes-Kanban, seit 10.07.2026)
Vor dem Auftragsbuch liegt DIE eine Ideen-Queue: das native Hermes-Kanban
(`hermes kanban`, SQLite-Board, Dispatcher läuft im Gateway). Der Weg einer Idee:
1. **Idee rein — Tür egal:** Eingabefeld im Auftragsbuch-Tab (`POST /api/ideen`),
Telegram/Desktop (natives Tool `kanban_create`, Regel in SOUL.md) oder Lucys
Sprech-Leitung (`idee_notieren` in `mcp/mcp_voice.py`). Alles landet als
`triage`-Aufgabe auf demselben Board.
2. **Die Box arbeitet sie aus:** der Kanban-Specifier macht aus der rohen Idee
einen sauberen Auftrag und wählt das Worker-Profil (Routing über die
Profil-Beschreibungen: Code → `werkstatt` [Qwen3-Coder-Next, Leitplanken in
`deploy/werkstatt-SOUL.md`], Doku/Analyse → `default`).
3. **Der Worker baut** im isolierten Workspace; Code-Ergebnisse pusht er als
Vorschlags-Branch auf Gitea — der hier als Karte erscheint. **Das Gate bleibt
dein Klick.**
**Die Queue füttert sich auch selbst — Idle-Radar (S4 „Zündung", 12.07.2026):** ein
nächtlicher Hermes-Cron (03:45, `deploy/idle-radar-feed.sh`) destilliert aus den
Journal-Fehlermustern der letzten 24 h und der jüngsten Traum-Notiz bis zu **2 belegte**
Wartungs-Kandidaten und legt sie als rohe Ideen (`triage`, `created_by=idle-radar`) auf
dasselbe Board. Leitplanken: jedes Beleg-Zitat wird **mechanisch** gegen das Material
geprüft (erfundene Belege fliegen raus — reproduziert-oder-abgelehnt), **Stau-Bremse**
(ab 4 offenen Queue-Aufgaben oder 3 offenen Karten legt er nichts nach), dreifacher
Dedup (State-Datei `~/.hermes/state/idle-radar-gemeldet.txt`, Board-Abgleich inklusive
archivierter = verworfener Ideen, `--idempotency-key`), Security/Config/Updates tabu.
Der Radar legt nur Ideen an — gebaut wird über denselben Kreislauf, dein Klick bleibt
das Gate.
Die Queue-Sicht im Tab (Status, offene Ideen) kommt aus `hermes kanban list --json`
(`backend/services/ideen.py`); die Morgenlage bekommt `kanban stats` als
Beweismaterial. Entscheid nativ-vs-Eigenbau (Hermes-first): Probe 10.07.2026 —
Dispatcher, Specifier, Profil-Modellwahl und Artefakt-Tracking sind nativ E2E
bewiesen; ein Eigenbau hätte all das nur nachgebaut.
## Woher die Karten kommen
- **Fertige Patches** — Branches auf Gitea (`wartung/*`, `orchestrator/*`, `doku/*`,
`feature/*`), wie die Werkstatt und der Orchestrator sie hinterlassen. Die Karte
zeigt Commit-Botschaft, geänderte Dateien und den vollen Diff. Seit S3
(lucy-pipeline) aus **zwei Repos**: `mission-control-v2` (Box-Stack) und `lucy`
(Desktop-App, rosa „Lucy"-Badge auf der Karte).
- **Skill-Kandidaten** — Ideen des nächtlichen Traum-Crons aus dem Wissens-Vault
(`~/wissens-vault/skill-kandidaten/`). „Beauftragen" schickt sie als Auftrag an
die Werkstatt (Orchestrator-Skill); das Ergebnis kommt als neuer Patch zurück.
## Was „Annehmen" bei einem Patch macht (deploy/auftrag-annehmen.sh)
1. Merge des Branches in einem **isolierten Worktree** (Live-Checkout bleibt unberührt).
2. `py_compile`-Gate über die geänderten Python-Dateien.
3. Push nach `main` auf Gitea (mit Retry).
4. Deploy (als /tmp-Kopie von deploy.sh — Selbst-Reset-Falle) — die Zentrale
startet dabei kurz neu.
5. Health-Check mit Geduld. **Rot ⇒ automatischer Revert des Merges + Redeploy +
Alarm.** Grün ⇒ Branch wird aufgeräumt, Meldung an Telegram + Chronik.
Der Lauf ist eine eigene systemd-Unit (detached) — er überlebt den Neustart des
Backends, das ihn gestartet hat. Fortschritt steht live auf der Karte
(`/srv/models/mc2-auftragsbuch.json`).
## Was „Annehmen" bei einer LUCY-Karte macht (deploy/lucy-annahme.sh)
Lucy (Electron) lebt auf dem Windows-PC; ihr `dist` liegt nicht im Repo — die Box
kann sie nicht bauen. Der Lucy-Runner spannt darum den PC ein (PC-Executor :7777,
Token aus `~/.hermes/config.yaml`):
1. **Vorprüfung am PC, VOR dem Merge:** Executor erreichbar? Arbeitskopie
`F:\Coding Stuff\lucy` auf `main` und sauber? Läuft Lucy gerade? Scheitert etwas,
bricht der Lauf ab, ohne irgendetwas zu verändern — der PC muss an sein.
2. Merge des Branches im isolierten Worktree von `~/lucy` → Push nach `main`.
3. Der PC zieht `main` (ff-only) und startet **detached**
`deploy/lucy-annahme.ps1` (liegt im Lucy-Repo): ggf. `npm ci` (nur wenn sich
das Lockfile geändert hat) → `tsc --noEmit`-Gate → dist-Backup → `npm run dist`
→ Lucy-Neustart **nur, wenn sie vorher lief** (User-Entscheid: Lucy startet
nur, wenn der Commander sie will) → Stimme-Health (`:8130`).
4. Die Box pollt die PC-Status-Datei (`.lucy-annahme.json`) und spiegelt den
Fortschritt live auf die Karte. **Rot ⇒ Merge wird automatisch revertiert**,
der PC stellt dist aus dem Backup wieder her — die laufende Lucy bleibt die
alte. Grün ⇒ Branch aufgeräumt, Meldung an Telegram + Chronik.
## Bagatellen ohne Klick (mc2-bagatell.timer, 04:10)
Einzige Ausnahme vom Klick-Gate (User-Entscheid 10.07.2026, bewusst eng geschnitten):
`deploy/bagatell-annahme.sh` spielt nachts Vorschlags-Branches ein, deren Diff
**ausschließlich `.md`-Dateien anlegt oder ändert** — keine Code-Zeile, keine
Löschungen, keine Renames, keine Skripte. Der Weg ist derselbe Annahme-Runner wie
beim Klick (Merge → Gate → Deploy → Health → Auto-Revert), maximal 2 pro Nacht und
nur Branches ohne vorherige Fehl-Läufe. Fangnetz: Nacht-Sicherung 03:30 liegt davor,
jede Annahme steht in Chronik + Telegram, die Morgenlage 04:30 berichtet. Die Klasse
erweitert nur der Commander, nie das Skript.
## „Lucy kennt sich" (12.07.2026): Selbstbild, Empfehlungs-Stempel, Lern-Gedächtnis
- **Selbst-Inventur (Cron 03:35, `deploy/selbst-inventur.sh`):** erhebt den
**Selbst-Steckbrief** der Box live aus der Realität (Versionen, Dienste, Modelle,
Crons, Queue, Karten → `~/.hermes/state/selbst-steckbrief.md`) und **bemerkt selbst,
wenn sich etwas ändert** (Diff gegen gestern → stille Chronik-Karte + kurze
Telegram-Zeile; keine Änderung = still). Der Steckbrief ist das „was es schon
gibt"-Gedächtnis: Idle-Radar-Analyst und Werkstatt (Realitäts-Check-Regel) lesen ihn,
bevor sie vorschlagen oder bauen.
- **Karten-Gutachter (Cron 04:00, `deploy/karten-gutachter.sh`):** stempelt jede neue
Karte mit **„Empfehlung: Annehmen/Ablehnen/Unklar" + einem ehrlichen Satz** —
geprüft werden Redundanz (existiert das laut Steckbrief schon?), Risiko und Nutzen.
Der Stempel ist eine Meinung, kein Gate; ein nachgeschobener Commit macht ihn
ungültig (wird neu gestempelt). Ablage `/srv/models/mc2-karten-gutachten.json`.
- **Ablehnen mit Grund:** Beim Ablehnen einer Karte kannst du der Box in einem Satz
sagen, *warum* („gibt es schon", „will ich nicht"). Der Grund landet in
`/srv/models/mc2-ablehnungen.jsonl` und wird Radar/Analysten als „NIE wieder
vorschlagen"-Material vorgelegt — dein Klick wird damit zum Lehrer, nicht nur zum Tor.
- **Radar-Treffer → Queue:** Meldet der wöchentliche Release-Radar einen echten Treffer,
legt er zusätzlich EINE rohe Idee in die Ideen-Queue („Probe bauen?", idempotent je
Release-Tag) — der Blick nach draußen füttert damit denselben Kreislauf.
## Leitplanken
- Propose-only bleibt: **keine Code-Zeile geht ohne Klick live.** Das Gate ist dieses
Buch; einzige Ausnahme sind die eng geschnittenen Doku-Bagatellen (oben).
- „Frontend ohne Build"-Warnung (nur mc2): enthält ein Branch `frontend/src` ohne
frisches `frontend/dist`, bleibt die Oberfläche nach dem Annehmen alt, bis am PC
gebaut wird. Lucy-Karten brauchen die Warnung nicht — dort baut IMMER der PC.
- Ablehnen löscht nur den Remote-Branch; die Historie auf Gitea bleibt.
Diese Datei kam übrigens selbst über das Auftragsbuch ins Repo — als erste echte
End-to-End-Annahme (Probe-Branch `wartung/annahme-probe`, 08.07.2026).