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mission-control-v2/docs/aufgaben/umbau-openchamber.md
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2026-08-21 17:13:02 +02:00

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Raw Blame History

Umbau: OpenChamber als Coding-Bahn, Lucy bleibt SysAdmin

Entschieden 21.08.2026. Rückbau der Hermes-Coding-Bahn ist erledigt, der Aufbau von OpenChamber steht aus. Diese Datei ist die Übergabe an die nächste Sitzung.

Die Entscheidung

Zwei getrennte Bahnen — der Weg, der bei diesem Stack schon einmal funktioniert hat:

Bahn Werkzeug Zweck
Betrieb Hermes-Runtime (Lucy) SysAdmin, Telegram, Crons, Gedächtnis, Skills, Stimme, PC-Steuerung
Coding OpenChamber über OpenCode Nur programmieren. Getrennt von Lucy.
Motor llama-swap :8080 / MC2-Gateway :9010 beide Bahnen teilen sich die Modelle
Steuerpult MC2 :9001 unverändert

Warum getrennt: Der Versuch, beides in Hermes Desktop zu vereinen, ist an zwei Dingen gescheitert — die Gateway-Registry akzeptiert kein Benutzer/Passwort (nur Session-Token oder OAuth, beides für eine selbstgehostete Box ungeeignet), und der Sessions-Reiter fiel dadurch immer auf „This device" zurück. Details in der Gedächtnisnotiz vom 20./21.08.

Was bereits erledigt ist (21.08.)

PC:

  • Hermes Desktop + CLI deinstalliert (hermes uninstall --full), Reste von Hand entfernt
  • AppData\Local\hermes, AppData\Roaming\Hermes, ~\.hermes — alle weg
  • Startmenü- und Desktop-Verknüpfungen entfernt
  • Env-Variablen bereinigt; HERMES_PC_TOKEN bleibt bewusst (Lucys PC-Executor auf :7777)
  • Node v24.19.0 in Program Files ist unabhängig → bleibt, erfüllt OpenChambers Anforderung (≥22)

Box:

  • Bot-Profile coder + debugger entfernt (gesichert in ~/archiv-aufraeumen-20260820/)
  • ~/.hermes/desktop-ssh/ entfernt, desktop-auth.env entfernt
  • ufw: Port 9119 wieder zu — nur noch 22 · 9001 · 8080 · 7681
  • Dashboard bleibt auf 0.0.0.0:9119 gebunden mit Anmeldung, damit MC2s /hermes-ui-Proxy nicht mehr passwortlos aus dem LAN erreichbar ist (das war ein offenes Scheunentor). Zugang: ~/.hermes/dashboard-login.txt (0600), Benutzer commander. ‼️ Zugangsdaten stehen nur in config.yaml — die frühere EnvironmentFile hat sie still überstimmt und kostete eine Fehlersuche. Eine Quelle, eine Wahrheit.

Verifiziert nach dem Rückbau: 5 Dienste aktiv · 4 MCP-Server · 4 Crons · Telegram connected · PC-Executor HTTP 200. Lucy ist vollständig funktionsfähig.

Was aufzubauen ist

1. OpenCode auf der Box

Wurde beim Juli-Rückbau entfernt (command -v opencode → leer). Muss neu.

# Installation (Box)
curl -fsSL https://opencode.ai/install | bash

# Provider auf den lokalen Motor zeigen lassen: ~/.config/opencode/opencode.json
#   base_url  http://127.0.0.1:9010/v1   (MC2-Gateway, kann model:auto)
#   oder      http://127.0.0.1:8080/v1   (llama-swap direkt)
#   api_key   local

Als systemd-User-Dienst (wie alle anderen — reboot-fest, sudo-frei):

opencode serve --hostname 0.0.0.0 --port 4096

Danach ufw allow from 192.168.178.0/24 to any port 4096 proto tcp.

2. OpenChamber auf dem PC

Desktop-Version von den GitHub-Releases (openchamber/openchamber, MIT, ~9,1k ★). Wichtig: Die Desktop-Variante bringt eine eigene OpenCode-CLI mit — für den Remote-Betrieb muss sie ausgeschaltet werden:

OPENCODE_HOST       = http://192.168.178.151:4096     ← volle Adresse MIT Port, OHNE Pfad
OPENCODE_SKIP_START = true

Fehlt der Port oder hängt ein Pfad dran, ignoriert OpenChamber die Variable und startet stillschweigend seinen eigenen Server. Genau diese Klasse Fehler hat uns bei Hermes einen halben Tag gekostet.

Modelle, Provider und Schlüssel liegen in OpenCode, nicht in OpenChamber.

3. Modellwahl — nicht wieder den dichten Coder

★★ fast (Qwen3.6-35B-A3B) nehmen, nicht coder (Qwen3.8-27B). Gemessen:

Ausgabe Eingabe SWE-bench Verified
fast Qwen3.6-35B-A3B (MoE) 95,7 t/s 221 t/s 73,4
coder Qwen3.8-27B (dicht) 12,6 t/s 144 t/s keine agentische Messung

Das dichte Modell ist bandbreitenlimitiert (17 GB ÷ 215 GB/s ≈ 12,6 t/s = Hardware-Limit). Der MoE ist schneller und besser.

4. Die Arbeitsanweisung mitnehmen — der wichtigste Fund überhaupt

Der Agent las in Lauf A eine ganze Nacht lang und schrieb null Dateien. Mit dieser Zeile im Auftrag schrieb er in 24 Minuten fünf:

„Arbeite Datei für Datei. Lies HÖCHSTENS zwei Dateien, bevor du die erste änderst. Kein Gesamtplan, keine Vollinventur. Eine halbfertige Änderung ist wertvoller als eine vollständige Analyse ohne Änderung."

Gehört in OpenChambers System-Prompt bzw. AGENTS.md der Projekte.

Bekannte Fallen (aus dem Juli-Audit + heute)

  • Bus-Faktor 1 bei OpenChamber: ~7080 % der Commits von einer Person. Version pinnen, nicht blind auto-updaten.
  • Windows-Installer unsigniert → SmartScreen-Warnung ist erwartbar, kein Alarm.
  • Nie ohne --ui-password über localhost hinaus binden.
  • opencode web (nicht OpenChamber!) hat einen kaputten Projekt-Finder für $HOME — falls irgendwo ein leerer Projektbaum auftaucht, ist das der Grund.
  • Git-Push zum Gitea geht vom PC nur über PowerShell/GCM, nicht aus der Git-Bash.

Erster Test nach dem Aufbau

Die Referenzaufgabe liegt bereit und ist halb erledigt — ideal zum Vergleich:

Worktree:  ~/projekte/mc2-referenz   (Zweig referenz/mem0-ausbau)
Aufgabe:   docs/aufgaben/referenzaufgabe-mem0-ausbau.md
Prüfung:   bash docs/aufgaben/referenz-check.sh
Stand:     5 von 17 Dateien erledigt (Hermes-Lauf A2, abgebrochen durch SSH-Fehler)

Damit lässt sich direkt vergleichen: Wie lange braucht OpenChamber + fast für dieselben 17 Dateien? Hermes + dichter Coder brauchte hochgerechnet ~80 Minuten; die Rechnung für fast sagt ~30.


Stand nach dem Aufbau (21.08.2026)

Beide Bahnen stehen. Der Aufbau ist erledigt, der Referenzlauf steht aus.

Box (192.168.178.151)

Sache Wert
OpenCode 1.18.20, ~/.opencode/bin/opencode (eigenständiges Binary, kein Node nötig)
Dienst opencode-server.service (systemd user, enabled, Linger=yes → reboot-fest)
Lauscht 0.0.0.0:4096, Arbeitsverzeichnis ~/projekte
ufw Regel 5: 4096/tcp ALLOW IN 192.168.178.0/24
Provider boxhttp://127.0.0.1:9010/v1 (MC2-Gateway), apiKey: local
Modelle box/fast (Standard) · box/heavy · box/hermes (small_model) · box/coder (nur Vergleich)
Autoupdate false in opencode.json

Konfiguration: ~/.config/opencode/opencode.json. Nur Rollen-Aliase, keine Modell-Eigennamen — die Konsolidierung wirft Eigennamen sonst raus (Regel vom 20.08.).

Arbeitsanweisung — global verdrahtet

Liegt als ~/.config/opencode/ARBEITSANWEISUNG.md und ist über instructions in opencode.json in jeder Sitzung aktiv, nicht nur in Projekten mit AGENTS.md. Gegengeprüft: „Wie viele Dateien höchstens?" → 2. ~ wird von OpenCode expandiert.

PC

Sache Wert
OpenChamber v1.19.0 (18.08.), %LOCALAPPDATA%\Programs\@openchamberelectron
Signatur NotSigned — erwartet, kein Alarm
OPENCODE_HOST http://192.168.178.151:4096 (User-Env, mit Port, ohne Pfad)
OPENCODE_SKIP_START true (User-Env)

Verifiziert: OpenChamber hält 8 offene TCP-Verbindungen zur Box auf :4096, startet keinen eigenen OpenCode (kein lokaler Prozess, kein lokaler Port). Damit ist genau der Punkt genommen, an dem Hermes Desktop gescheitert ist.

Auto-Update: kein Riegel nötig. Im Bundle steht autoUpdater.autoDownload = false und autoInstallOnAppQuit = false — OpenChamber lädt nie von selbst, es meldet nur und wartet auf einen Klick. Die Version ist damit faktisch gepinnt.

‼️ Offene Sicherheitsentscheidung — bewusst so gewählt

Der Server läuft ohne Anmeldung im LAN. Beim Start meldet er selbst:

Warning: OPENCODE_SERVER_PASSWORD is not set; server is unsecured.

Praktisch heißt das: jedes Gerät im 192.168.178.0/24 kann über die API beliebige Befehle als hitonabi auf der Box ausführen — dieselbe Klasse Loch wie das passwortlose Dashboard auf :9119, das am 20.08. zugemacht wurde.

★★ Ein Riegel wäre da und kostet nichts: OpenChamber schickt HTTP-Basic-Auth mit, wenn OPENCODE_SERVER_PASSWORD gesetzt ist (Benutzer aus OPENCODE_SERVER_USERNAME, Standard opencode). Server-Variable in der systemd-Unit, gleiche Variable als User-Env auf dem PC — kein Tunnel, keine Umstellung, der Port bleibt offen im LAN.

Der User hat am 21.08. bewusst dagegen entschieden („so lassen"). Nicht neu aufrollen, aber hier notiert, damit es kein stiller Defekt bleibt.

Nächster Schritt: der Referenzlauf

Alles steht bereit, nichts wurde am Prüfstand angefasst:

Worktree:  ~/projekte/mc2-referenz   (Zweig referenz/mem0-ausbau)
Stand:     5 von 17 Dateien erledigt, referenz-check.sh sagt ROT
Prüfung:   bash docs/aufgaben/referenz-check.sh

Die Arbeitsanweisung wirkt dort über die globale Instruktion — AGENTS.md im Worktree wurde absichtlich nicht angefasst, damit der Vergleich zu Lauf A/A2 sauber bleibt. Zu messen: Wie lange braucht OpenChamber + fast für dieselben 17 Dateien? Hermes + dichter coder brauchte hochgerechnet ~80 Minuten; die Rechnung für fast sagt ~30.

‼️ Falle: der Ordner-Knopf reicht Windows-Pfade an die Box durch

Beim ersten Lauf sofort hineingetappt (21.08., ~1 h verloren). Die Sitzung stand auf:

/home/hitonabi/projekte/F:\Coding Stuff\mission-control-2

OpenChamber hatte den Windows-Pfad des PCs an den Box-Server durchgereicht, der ihn hinten an sein WorkingDirectory klebte. Das Verzeichnis existiert auf der Box nicht → der Agent hat kein Arbeitsverzeichnis, es geht keine einzige Anfrage an den Motor raus. In der Oberfläche sieht das aus wie „hängt": Nachricht steht da, eine Zusammenfassung erscheint, danach nichts. tokens: 0/0.

Ursache, im Bundle nachgesehen: OpenChamber öffnet Ordner über Electrons natives showOpenDialog — den lokalen Windows-Dateibrowser. Einen Fern-Auswähler gibt es nicht. Im Fernbetrieb liefert dieser Knopf also immer einen unbrauchbaren Pfad.

Der richtige Weg: Seitenleiste → „Projekt hinzufügen". Das ist ein eigener Dialog (directoryExplorerDialog) mit Baum und Eingabefeld („Enter path or select from tree…"), und der geht über den Server — also über die Box.

Diagnose in einem Befehl — wenn wieder „nichts passiert", zeigt das den Grund sofort:

ssh hitonabi@192.168.178.151 "curl -s http://127.0.0.1:4096/session | python3 -c \"import json,sys; s=json.load(sys.stdin); s.sort(key=lambda x: x['time']['updated'], reverse=True); x=s[0]; print(x['directory'], x.get('model'), x.get('tokens'))\""

Steht dort ein Pfad mit F:\ oder tokens 0/0, ist es diese Falle.

Merke: Ein Projekt taucht in der Server-Liste erst auf, wenn dort einmal eine Sitzung lief. mc2-referenz wurde am 21.08. mit einem harmlosen Lauf angemeldet (box/hermes, „Antworte nur mit OK") — Worktree danach nachgemessen unverändert: 5 geänderte Dateien, HEAD e04ace2.


▶▶ Kurswechsel 21.08. (nachmittags): Quelle ist der PC, nicht die Box

Der Fernbetrieb oben war falsch herum gedacht. Der User arbeitet so — und so ist es jetzt gebaut:

F:\Coding Stuff\…            ← Quelle der Wahrheit, liegt IMMER lokal
   │  OpenChamber startet seine EIGENE OpenCode-CLI und arbeitet an lokalen Dateien
   │  git push (PowerShell/GCM)
   ▼
Gitea  192.168.178.153:3000
   │  projekte-sync (stuendlich, --ff-only) — oder sofort per Skript
   ▼
AI-Box ~/projekte/…          ← Spiegel fuer Deploy / CI / Lucy
   ▲
   └─ von der Box kommt NUR noch das Modell (Inferenz ueber HTTP)

Damit faellt die Windows-Pfad-Falle ersatzlos weg — es gibt keine Fernpfade mehr.

★★ Kein Box-Umbau noetig: MC2 :9001/v1 ist der Modellweg

Erst war geplant, den Gateway :9010 ins LAN zu binden. Ueberfluessig — die Gateway-Unit sagt es selbst: „LAN-Clients kommen weiter ueber MC2 :9001/v1, das roh hierher durchreicht." Der Port ist seit jeher offen.

Vom PC aus gemessen: :9001/v1/models liefert die Rollen-Aliase (fast, heavy, hermes, coder), fast antwortet in 0,7 s. Kein neuer Port, keine Neubindung, keine ufw-Regel — und keine Modell-Eigennamen in der PC-Konfiguration (die Regel vom 20.08. bleibt gewahrt). llama-swap :8080 waere die Alternative gewesen, liefert aber nur Eigennamen (Qwen3.6-35B-A3B) → genau der stille 404 vom 19.08.

Was auf dem PC steht

C:\Users\TobisPC\.config\opencode\opencode.json — Provider aiboxhttp://192.168.178.151:9001/v1, Standard aibox/fast, small_model aibox/hermes. Die Juli-Struktur ist erhalten: Agenten plan(heavy) · build(fast) · explore(hermes) · review(heavy), inklusive IDE-Zaun (ssh/scp/sftp deny, gezielte Arcane-Ausnahme; Catch-all *: allow steht ZUERST, weil OpenCode findLast auswertet). Arbeitsanweisung als ARBEITSANWEISUNG.md daneben, ueber instructions global geladen.

Das Plugin plugin/mc2-governor.ts wird automatisch mitgeladen: Werkzeug-Zaun, Pruef-Tor-Schleife, Savepoint statt Zusammenfassen, Meldungen an Lucys Stimme. ‼️ Es blockt git push absichtlich — „Veroeffentlichen ist Sache des Menschen." Der Agent codet, gepusht wird von Hand (siehe Skript unten).

Gebuendelte CLI: OpenCode 1.18.18 in OpenChambers resources\opencode-cli. Im lokalen Betrieb vergibt OpenChamber dem Server automatisch ein Passwort (OPENCODE_SERVER_PASSWORD, lifecycle-owned) — /config antwortet von aussen mit 401. Der Schutz, den der Box-Server nicht hatte, ist hier also gratis dabei.

Env-Variablen OPENCODE_HOST und OPENCODE_SKIP_START sind wieder ENTFERNT. Sie erzwingen den Fernbetrieb; mit ihnen startet OpenChamber keine eigene CLI.

Box zurueckgebaut

opencode-server.service ist gestoppt, deaktiviert und geloescht, die ufw-Regel fuer 4096 wieder entfernt. Damit erledigt sich die offene Sicherheitsfrage von heute Mittag von selbst: der ungeschuetzte Dienst existiert nicht mehr. ufw steht wieder auf 22 · 9001 · 8080 · 7681.

deploy/push-und-sync.ps1 — der Handschlag

.\deploy\push-und-sync.ps1              # committen -> pushen -> Box zieht sofort nach
.\deploy\push-und-sync.ps1 -NurSync     # nur nachziehen
.\deploy\push-und-sync.ps1 -Pfad "F:\Coding Stuff\rippy"

Stoesst projekte-sync sofort an, statt bis zu 60 Minuten auf den Timer zu warten — kein zweiter Mechanismus, nur ein Ausloeser. Meldet danach, auf welchem Commit die Box steht.

‼️ Falle beim Bauen gefunden: Der Repo-Name darf nicht aus dem Ordnernamen kommen — lokal heisst es mission-control-2, in Gitea mission-control-v2. Das Skript liest ihn aus der Remote-URL. Getestet gegen beide Faelle: MC2 (Live-Deployment, liegt als Verknuepfung unter ~/projekte) und rippy (normales Projekt, a14449e).

Offener Punkt: PC-Remote haengt an der DDNS-Domain

Der PC pusht nach https://git.tobisniceshomelab.ddnsfree.com/…, die Box nutzt intern http://192.168.178.153:3000. Die Domain ist nachts durch die Zwangstrennung zeitweise tot (Lehre vom 24.07.). Umstellen mit:

git remote set-url origin http://192.168.178.153:3000/Hitonabi/mission-control-v2.git

Noch nicht gemacht — aendert Git-Konfiguration in den Repos des Users.


Abschluss der Coding Lane (21.08.2026, abends)

Der Zugang: ein SSH-Schluessel, kein Token mehr

Der Ausloeser: Mitten in der Sitzung scheiterte ein Push, der eine Stunde vorher noch ging — remote: Failed to authenticate user. Der Git Credential Manager haelt fuer Gitea ein OAuth-Token mit einer Stunde Laufzeit. Damit ist HTTP fuer einen Agenten, der selbst pushen soll, strukturell ungeeignet.

Was dabei herauskam: Giteas SSH war nie funktionsfaehig. In der app.ini stand zwar DISABLE_SSH = false und SSH_PORT = 22, aber im Container gibt es keinen git-Benutzer und keine authorized_keys — Port 22 gehoert dem System-sshd. Es sah nur so aus, als koennte man ueber SSH klonen.

Loesung: Giteas eingebauten SSH-Server eingeschaltet (Port 22 ist belegt, deshalb 2222). Der verwaltet die Schluessel selbst, direkt aus der Datenbank — kein git-Benutzer, keine authorized_keys.

# /etc/gitea/app.ini, [server]   (Sicherung: app.ini.bak-20260821)
SSH_PORT = 2222
SSH_LISTEN_PORT = 2222
START_SSH_SERVER = true
SSH_LISTEN_HOST = 0.0.0.0

‼️‼️ Der SSH-Benutzer heisst gitea, NICHT git. Gitea laeuft unter diesem Namen und weist alles andere ab. Die Fehlermeldung steht nur im Gitea-Log, nicht beim Client — ssh sagt bloss Permission denied (publickey):

Invalid SSH username git - must use gitea for all git operations via ssh

Auf dem PC (~/.ssh/config) — noetig, weil hier acht Schluessel liegen und ssh sonst der Reihe nach durchprobiert, bis Gitea abbricht:

Host 192.168.178.153 gitea gitea.heimnetz
    HostName 192.168.178.153
    Port 2222
    User gitea
    IdentityFile ~/.ssh/id_general
    IdentitiesOnly yes

Der Schluessel id_general ist in Gitea hinterlegt (Nr. 3) — derselbe, mit dem du auf Box, pve und Arcane kommst. Von acht Zugangsdaten auf einen.

Alle sieben PC-Repos stehen jetzt auf ssh://gitea@192.168.178.153:2222/Hitonabi/<repo>.git. Das TTT2-Projekt bleibt unberuehrt — es haengt an einer anderen Domain und ist als „Finished" markiert.

Gemessen, nicht angenommen

Test Ergebnis
ssh -T gitea „Hi there, Hitonabi! You've successfully authenticated with the key named id_general"
Push aus PowerShell 8 Commits, 7c23ebf..25dbfb2
Push aus dem Agenten durchgelaufen, keine Passwortabfrage
Erzwungener Push aus dem Agenten vom Werkzeug-Zaun abgewiesen
push-und-sync.ps1 komplett Commit → Push → Box zieht nach

Der Sonderfall MC2

projekte-sync zieht mission-control-v2 absichtlich nicht — die Box bedient daraus den laufenden Dienst auf :9001. Nach einem Push steht dort weiter der alte Commit, und das ist richtig so. Das Live-Deployment braucht seinen eigenen, bewussten Schritt. Alle anderen Projekte werden normal gezogen.

Fallen fuer das naechste Mal

  • sed mit $ und \n ueber PowerShell zerlegt sich. Der erste Anlauf, die app.ini zu aendern, lief ins Leere und die Datei blieb unveraendert — ohne Fehlermeldung. In einzelne Ersetzungen zerlegen und danach nachsehen.
  • Ein Dienst-Neustart nach einer Konfig-Aenderung ist noch keine Bestaetigung: Gitea startete brav neu — mit der alten Datei.
  • Acht SSH-Schluessel auf dem PC sind selbst ein Befund. IdentitiesOnly yes ist Pflicht, sonst bricht die Gegenseite vorher ab.