fix(skills): Rollen-Aliase statt Modellnamen + Savepoint auf gemessenen Stand
Ampel / ampel (push) Successful in 21s

Der Kritiker-Gate war stumm kaputt: orchestrator/wartung-Skill und
fremdblick.sh riefen Qwen3-Coder-Next, GLM-4.6V-Flash und GLM-4.7-Flash
auf - alle drei von der Modell-Konsolidierung (9a35be9) entfernt. Im
llama-swap-Log schlug das als HTTP 404 auf.

Ursache war das Muster, Modelle beim Eigennamen zu nennen. Jetzt Aliase
(coder/debugger/fast/heavy), die llama-swap aufloest - damit ueberlebt
jede Faehigkeit den naechsten Modellwechsel.

SAVEPOINT.md nannte fuenf Modelle, die es nicht mehr gibt. Ersetzt durch
die heute gemessenen Werte inkl. Bandbreiten-Erklaerung fuers Coder-Tempo.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
Hitonabi
2026-08-20 16:07:03 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
parent 8c371b946b
commit b316ad40ba
3 changed files with 278 additions and 247 deletions
+57 -26
View File
@@ -1,26 +1,57 @@
# Savepoint — Mission Control 2.0 (MC2)
_Stand: 2026-08-19. Zustands-Snapshot nach Stack-Vollupdate (Hermes v0.20.4, llama.cpp b10502, llama-swap v250, Qwen 3.8 DFlash-2 Vorbereitung & Doku-Bereinigung)._
## Was das ist (in einem Satz)
MC2 ist die **Web-Admin-Konsole** einer 100 % lokalen KI-Appliance („die Box", Bosgame M5 / AMD
Strix Halo, 128 GB Unified RAM, llama.cpp-Vulkan). Sie verwaltet Engine, Modelle, Gedächtnis,
Agenten-Status, Updates & Wartung — und dient als Steuerpult für die autonome KI („Lucy").
## Architektur (Kurzform — Details in AGENTS.md/docs/)
- **Backend** `backend/` — FastAPI, `:9001` als systemd-**User-Dienst** (reboot-fest, sudo-frei).
- **Frontend** `frontend/`React/Vite/Tailwind/shadcn. **`frontend/dist` ist ABSICHT im git**
(Box hat kein Node; Backend liefert die gebauten Assets direkt aus).
- **MC2-Gateway** `:9010` (`/v1`-Datenpfad, model:auto Routing + native Bildweiche).
- **Modell-Router** `:8080` (llama-swap, Vulkan/RADV Engine b10502).
- **Hermes Agent** `:8642` (`hermes-gateway`, v0.20.4 mit nativem Bot-Mode).
- **Sidecars:** `mem0_service/` (:8765, semantischer Chroma-Gedächtnis-Sidecar), `voice_service/` (:8650, faster-whisper STT + Piper TTS), `mcp/` (MCP-Server), `client/hermes-pc` (PC-Executor :7777).
## Aktueller Zustand (19.08.2026)
- **Stack-Vollupdate abgeschlossen:** llama-swap v250, llama.cpp b10502 (Vulkan), Hermes Agent v0.20.4 (Bot-Mode Support).
- **Selbsttests:** `self-smoke.sh` zu 100 % grün.
- **Codebase-Bereinigung:** Verwaiste Governor-Schnittstellen im Frontend entfernt, Regex-Versionsparsing in `maintenance.py` gefixt, Doku-Wahrheit (Mem0-Sidecar, Modelltabellen, Ports) wiederhergestellt.
- **Modelle live:** hermes=Qwen3.6-35B-A3B (immer warm, ~7090 t/s) · coder=Qwen3-Coder-Next (51,5 t/s) · debugger=Muse-Glimmer-30B · kritiker=Devstral-Small-2-24B (16k Deckel) · dense-planer=Qwen3.8-27B · heavy=gpt-oss-120b · vision=Qwen3-VL-30B · scout=GLM-4.6V · embed/reranker=Qwen3 0.6B.
## Letzter Sicherungspunkt
- Stand: 19.08.2026 nach Stack-Audit & Cleanup.
# Savepoint — Mission Control 2.0 (MC2)
_Stand: 2026-08-20, nach der Aufräum-Runde. Alle Zahlen hier sind **auf der Box gemessen**, nicht
aus Doku übernommen._
## Was das ist (in einem Satz)
MC2 ist die **Web-Admin-Konsole** einer 100 % lokalen KI-Appliance („die Box", Bosgame M5 / AMD
Strix Halo, 128 GB Unified RAM, llama.cpp-Vulkan). Sie verwaltet Engine, Modelle, Gedächtnis,
Agenten-Status, Updates & Wartung — und dient als Steuerpult für die autonome KI („Lucy").
## Architektur (Kurzform — Details in AGENTS.md/docs/)
- **Backend** `backend/`FastAPI, `:9001` als systemd-**User-Dienst** (reboot-fest, sudo-frei).
- **Frontend** `frontend/` — React/Vite/Tailwind/shadcn. **`frontend/dist` ist ABSICHT im git**
(Box hat kein Node; Backend liefert die gebauten Assets direkt aus).
- **MC2-Gateway** `:9010` (`/v1`-Datenpfad, model:auto Routing + native Bildweiche).
- **Modell-Router** `:8080` (llama-swap v250, Vulkan/RADV Engine b10502).
- **Hermes Agent** `:8642` (`hermes-gateway`, v0.20.4) + `hermes dashboard` auf `:9119` (nur Loopback).
- **Sidecars:** `voice_service/` (:8650, faster-whisper STT + Piper TTS), `mcp/` (4 MCP-Server),
`client/hermes-pc` (PC-Executor :7777).
‼️ `mem0_service/` liegt noch im Baum, ist aber **stillgelegt**`:8765` antwortet nicht.
## Modelle live (gemessen 20.08.2026)
| Rolle (Alias) | Modell | Tempo | Zustand |
|---|---|---|---|
| `hermes` / `fast` | Qwen3.6-35B-A3B (MoE, DFlash) | **95,7 t/s** · Prompt 221 t/s | immer warm |
| `coder` | Qwen3.8-27B (dicht, Vision) | **12,6 t/s** · Prompt 144 t/s | ttl 5400, ~29 s Kaltstart |
| `debugger` | Muse-Glimmer-30B (DFlash) | — | ttl 600 |
| `heavy` | gpt-oss-120b | — | on-demand |
| `vision` | Qwen3-VL-30B-A3B-Instruct | — | on-demand |
| `embed` / `reranker` | Qwen3-Embedding-0.6B / Qwen3-Reranker-0.6B | — | immer warm |
Warm-Gruppe `brains` = embed + reranker + Qwen3.6-35B-A3B. Warm-Wächter weckt nur `fast`.
**Hintergrund zum Tempo:** Strix Halo liefert ~215 GB/s Speicherbandbreite. Ein *dichtes* Modell
muss pro Token seine vollen Gewichte lesen → 17 GB ÷ 215 GB/s ≈ 12,6 t/s ist das **Hardware-Limit**,
kein Konfigurationsfehler. MoE-Modelle lesen pro Token nur einen Bruchteil und sind darum ~8× schneller.
## Aufgeräumt am 20.08.2026
- CI-Ampel wieder **grün** (Lauf #77) — zwei ungenutzte `MEM0_SERVICE_URL`-Importe entfernt.
- Kaputter systemd-Timer `mc2-morgen-digest` abgeschaltet (der Hermes-Cron macht die Arbeit).
- `mcp-stderr.log` (27 MB, 238k Ping-Zeilen) geleert.
- Config-Drift aufgelöst: Repo == `/etc/llama-swap/config.yaml`. Warm-Set-Idee geparkt auf
Branch `parked/warm-set-5d93822`.
- Entfernt: Governor-Reste, OpenCode-/aider-Reste (853 MB), 61 alte Backup-Dateien,
verwaiste Modelle Devstral-Small-2 + GLM-4.6V-Flash + mem0 (21,5 GB) → `/srv/models` 209 → 189 GB.
- **Fähigkeiten repariert:** `orchestrator`- und `wartung`-Skill sowie `fremdblick.sh` zeigten auf
gelöschte Modelle (`Qwen3-Coder-Next`, `GLM-4.6V-Flash`, `GLM-4.7-Flash`) → der Kritiker-Gate war
stumm kaputt. Jetzt auf **Rollen-Aliase** umgestellt, damit Modellwechsel sie nicht mehr brechen.
- Alles Gelöschte liegt gesichert in `~/archiv-aufraeumen-20260820/` (11 MB).
## Offen
- `mem0_service/` + `_mem0_reachable()` in `backend/routers/system.py` ausbauen (toter Port).
- `~/.hermes/scripts/fremdblick.sh` ist **unversioniert** — gehört ins Repo.
- MCP-Log dauerhaft deckeln (Hermes' `max_size_mb` greift für gekapertes stderr nicht).
- Verschwundene Wächter: Ampel-Wächter, Prüfstand, Stack-Rundumschlag.
- Coder-Tempo: Entwurfsmodelle für spekulatives Dekodieren liegen ungenutzt unter
`/srv/models/Qwen3.8-27B-DFlash2-GGUF/`.
+220 -220
View File
@@ -1,220 +1,220 @@
---
name: orchestrator
description: "Orchestrieren wie ein Manager: einen groesseren Auftrag in Teil-Tasks zerlegen, jeden SERIELL an das passende Worker-Modell delegieren (worker.sh, Ein-Schuss via llama-swap), die Ergebnisse einsammeln + zusammensetzen, per Fremd-Kritiker gaten und als Telegram-Vorschlag zurueckgeben. NIE selbst mergen/deployen — der Commander ist das Gate."
version: 1.0.0
author: MC2 (Autonomie — Orchestrator)
platforms: [linux]
metadata:
hermes:
tags: [orchestrator, delegation, werkstatt, mc2, fliessband]
---
# Orchestrator — du managst, du fuehrst nicht alles selbst aus
Nutze diesen Skill, wenn ein Auftrag zu gross fuer EINEN Rutsch ist, sich aber in wenige klar
abgegrenzte Teil-Tasks zerlegen laesst (ueberwiegend Code-Bau). Du bist der **Manager**: du
zerlegst, verteilst die Teile SERIELL an Worker-Modelle (die arbeiten), fuegst die Ergebnisse
zusammen und lieferst am Ende einen **Vorschlag** — der Commander entscheidet.
Das ist die Verallgemeinerung der **Werkstatt** (`wartung`): dort delegierst du EINEN Schritt
(Code-Review) an ein Fremdmodell. Hier delegierst du MEHRERE Bau-Schritte an Worker und behaeltst
die Integration + das Gate.
## Warum seriell (und warum das ok ist)
Mehrere grosse Modelle GLEICHZEITIG passen nicht in den Speicher. llama-swap ist **seriell** — ein
Modell laden → arbeiten → tauschen → naechstes. Orchestrierung ist ein **Fliessband, kein Schwarm.**
Langsamer (Swap-Latenz + einer nach dem anderen: Minuten), aber bei Hintergrund-/Telegram-Jobs egal.
## Scope-Check zuerst (klein anfangen)
Passt: ein Auftrag, der in **24 abgegrenzte Teil-Tasks** zerfaellt, jeder ein 12-Datei-Bau-Schritt
(neues kleines Modul + Test, kleine neue Funktion + Verdrahtung, zusammenhaengender Refactor in
wenigen Dateien). Zu gross (viele Module, echte Architektur-Entscheidungen, breite API-Aenderung):
**Etappen-Weg statt Ablehnung** (Grossbau-Entscheid 10.07.2026) — zerlege das Projekt in Etappen,
von denen JEDE fuer sich lauffaehig, gate-gruen und einzeln annehmbar ist. Baue in DIESEM Lauf nur
Etappe 1 (als normalen Orchestrator-Durchlauf mit Workern + Zwei-Kritiker-Gate); den Etappen-Plan
in den Telegram-Vorschlag schreiben und die Folge-Etappen als neue Aufgaben in die Ideen-Queue
legen (`hermes kanban create "<Projekt> — Etappe <n>: <was>" --triage`, im Body: Plan + Branch der
Vor-Etappe). Eine Folge-Etappe wird erst gebaut, wenn der Branch der Vor-Etappe in main ist —
NIE auf unangenommene Branches aufbauen. Rauere Qualitaet ist bei Grossbau ok, aber ehrlich im
Vorschlag ausweisen, was fehlt oder wacklig ist.
## Leitplanken (nicht verhandelbar)
- **Du delegierst, du baust NICHT selbst.** Jedes Bau-Artefakt MUSS aus einem `worker.sh`-Aufruf
stammen. Schreibst du den Code selbst (auch wenn der Teil-Task „einfach genug" wirkt), statt ihn
vom Worker zu holen, ist der Lauf GESCHEITERT — sag das ehrlich, statt Eigenbau als Orchestrierung
auszugeben. Belege jeden Teil-Task im Vorschlag mit dem `worker.sh`-Aufruf UND den ersten Zeilen
seiner Roh-Ausgabe. (Warum so streng: das Manager-Modell kann kleine Tasks selbst — genau dann
faellt Delegation aus Bequemlichkeit weg; das ist der haeufigste Orchestrierungs-Fehler.)
- **„Task zu klein" ist KEIN Freibrief (kein Ermessensspielraum).** Du darfst Planung, Delegation
oder das Zwei-Kritiker-Gate NICHT eigenmaechtig ueberspringen — auch nicht transparent angesagt
(„Overkill, ich mach das direkt" = GESCHEITERTER Lauf, Vorfall 09.07.2026). Wirkt der Auftrag
wirklich zu klein fuers Fliessband, ist dein EINZIGER erlaubter Ausweg: **abbrechen ohne Code**
und im Vorschlag melden „zu klein fuer den Orchestrator — bitte als Werkstatt-Auftrag (hermes -z)
oder direkt im Desktop laufen lassen". Ein Lauf, der Code liefert, enthaelt IMMER worker.sh-Belege
UND beide Kritiker-Verdikte — ohne Ausnahme.
- **Die Helfer EXISTIEREN.** `~/.hermes/scripts/worker.sh` und `~/.hermes/scripts/fremdblick.sh`
sind installiert, aber NICHT auf deinem PATH → immer mit vollem Pfad aufrufen (nie bloss `worker.sh`).
Glaubst du, sie fehlen, IRRST du dich: erst `ls -la ~/.hermes/scripts/worker.sh` ausfuehren und den
Pfad lesen, dann nutzen. „Skript fehlt" ist KEIN gueltiger Grund, den Schritt selbst zu machen.
- **Propose-only.** Am Ende steht IMMER ein Telegram-Vorschlag; die Entscheidung trifft der Commander.
NIEMALS auf `main` committen, NIEMALS mergen, NIEMALS deployen oder Dienste neu starten.
- **Nur im Worktree arbeiten.** Die Live-Instanz `~/mission-control-v2` bleibt unberuehrt.
- **Warm-Set-Schutz (Speicher vs Latenz).** Worker werden ueber **`worker.sh`** aufgerufen.
Fuer die Umsetzung von Code nutzt du **`Qwen3-Coder-Next`** (laedt klein neben dem Warm-Set).
Fuer die initiale **Planung** nutzt du explizit den Chef-Gutachter **`gpt-oss-120b`** (heavy),
auch wenn dessen Laden (~15s) Lucys Sprech-Latenz temporaer aussetzt. Das ist fuer diesen
Hintergrund-Prozess gewollt.
- **Fremd-Kritiker ist Pflicht-Gate.** Der zusammengesetzte Diff MUSS von `fremdblick.sh` (anderes
Modell) gegengelesen werden, bevor du vorschlaegst. Ein Manager, der Worker-Output blind
zusammenklebt, produziert leisen Muell.
- **Security-Config ist TABU:** keine Tokens, approvals, ufw, sudoers, ssh-Keys anfassen.
- **Hermes-first (10.07.2026):** Bevor ein Teil-Task NEUE Infrastruktur baut (Skript, Dienst,
Tool, Cron), pruefe ob hermes-agent das nativ kann — erst in die Eigenbau-Landkarte schauen
(`~/wissens-vault/eigenbau-landkarte.md`), notfalls `bash -lc 'hermes --help'`. Den
Pruef-Befund in den Vorschlag schreiben („nativ vorhanden: nein/ja, weil …").
- Gate rot oder Kritiker dagegen → trotzdem ehrlich melden (Branch bleibt liegen), nichts beschoenigen.
## Ablauf
### 1. Beratung & Zerlegen (Manager plant mit dem Chef)
Bevor du selbst Tasks aufteilst, befragst du zwingend **`gpt-oss-120b`** nach einem Architektur-Plan:
1. Sende den initialen Auftrag per `worker.sh` an den Chef-Planer:
```bash
printf '%s' "Auftrag: $auftrag" | WORKER_MODEL=gpt-oss-120b WORKER_ROLE=plan ~/.hermes/scripts/worker.sh > /tmp/orch-plan.txt
```
2. Lies den Plan (`cat /tmp/orch-plan.txt`) und nutze ihn, um den Auftrag in eine **geordnete, nummerierte Liste von Teil-Tasks** zu zerlegen.
3. Fuer jeden Teil-Task entscheide: (a) Artefakt, (b) Worker (`Qwen3-Coder-Next` + `build`/`refactor`), (c) Kontext.
### 2. Worktree anlegen (Slug = kurzer Kebab-Case-Name des Auftrags)
Worktrees liegen unter `~/.hermes/worktrees/` (NICHT /tmp — ueberlebt keinen Reboot und
hinterlaesst kaputte Worktree-Registrierungen, Review-Befund 15.07.):
```
mkdir -p ~/.hermes/worktrees && cd ~/mission-control-v2 && git fetch -q origin \
&& git worktree add ~/.hermes/worktrees/orch-<slug> -b orchestrator/<slug> origin/main
mkdir -p ~/.hermes/worktrees/orch-<slug>-work # Ablage fuer rohe Worker-Ausgaben
```
### 3. Routen — je Teil-Task ein Worker-Ein-Schuss (seriell)
Fuer jeden Bau-Teil-Task:
1. Baue die Eingabe: **genau der noetige Kontext** + der praezise Auftrag (siehe unten). Bereits
fertige Artefakte aus frueheren Schritten als Kontext mitgeben, wenn der Worker sie braucht.
2. Ruf den Worker auf und fang die Ausgabe roh ab:
```
printf '%s' "$eingabe" | WORKER_ROLE=build ~/.hermes/scripts/worker.sh > ~/.hermes/worktrees/orch-<slug>-work/<n>.out
```
(Default-Modell ist `Qwen3-Coder-Next`. Fuer einen bewusst anderen Worker `WORKER_MODEL=<echte-id>`.)
3. **Pruefe die Ausgabe, bevor du sie verwendest:** Beginnt sie mit `FEHLT:`, hast du zu wenig
Kontext gegeben → nachliefern und erneut rufen. Hat der Worker versehentlich einen ```-Codezaun
oder Prosa drumherum gesetzt, entferne ihn. Dann schreibe das saubere Artefakt mit deinen
Datei-Tools an seinen Platz im Worktree (`~/.hermes/worktrees/orch-<slug>/...`). Der Worker hat KEINE
Datei-Haende — das Schreiben machst DU.
4. **Schreibziel-Pflicht (Vorfall 09.07.2026):** JEDES write_file/patch-Ziel MUSS mit
`~/.hermes/worktrees/orch-<slug>/` beginnen — vor dem ersten Schreiben einmal laut pruefen. NIEMALS nach
`~/mission-control-v2/...` schreiben (Live-Checkout!), NIEMALS Work-Dirs/Worktrees FREMDER
Slugs wiederverwenden (beim Doku-Lauf landete ein Artefakt im Live-Checkout, weil das alte
`/tmp/orch-hermes-desktop-work` recycelt wurde). Existiert dein `~/.hermes/worktrees/orch-<slug>` noch nicht,
ist das der Beweis, dass Schritt 2 fehlt — erst Worktree anlegen.
5. **Grosse Artefakte NIE im Klartext in deine Antwort** — sie gehoeren in Dateien im Worktree.
Wer Dateiinhalte in die Antwort kippt, stirbt am Output-Limit mitten im Lauf (Doku-Lauf
09.07.2026: abgewuergt VOR Kritiker-Gate und Vorschlag). In der Antwort: Pfade + 1-Zeilen-Zusammenfassung.
### 4. Integrieren + Self-Gate (nach jedem Schritt bzw. am Ende)
Die Worker liefern Bausteine — DU sorgst dafuer, dass sie zusammenpassen (Imports, Verdrahtung,
Namen). Dann das Selbst-Gate, was zutrifft:
- Python geaendert → `python3 -m py_compile <dateien>` (und wenn ein Test dabei ist und ohne
schwere Deps laeuft: den Test im Worktree ausfuehren).
- Shell geaendert → `bash -n <dateien>`
- Frontend (`frontend/src/...`) → **Node EXISTIERT auf der Box** (bewiesen 09.07.2026, Läufe
role-metadata + desktop-gateway): im Worktree `cd frontend && npm install && npm run build`
ausfuehren und das neue `frontend/dist` MIT-committen (AGENTS.md-Pflicht — sonst zeigt die Box
nach Merge+Deploy den alten Stand). **Danach `git checkout -- frontend/package-lock.json`**,
falls npm install es nur als Nebeneffekt angefasst hat (wiederkehrendes Muster: 3 Laeufe in
Folge hatten lockfile-Dreck) — es gehoert NUR in den Commit, wenn Dependencies sich wirklich
aendern sollten. Schlaegt der Build fehl, ehrlich ausweisen: „Gate eingeschraenkt: Build
fehlgeschlagen, tsc laeuft beim Merge auf dem PC."
- **Live-Checkout unberuehrt (PFLICHT, zwei Beweise):**
- `git -C ~/mission-control-v2 status --porcelain -uno` **muss LEER sein** (Beweis, dass du
wirklich nur im Worktree gearbeitet hast — ein gruener Health-curl allein reicht NICHT, weil
der laufende Dienst den alten Code im RAM haelt und eine schmutzige Datei auf der Platte nicht
bemerkt).
- `curl -sf http://127.0.0.1:9001/api/health` muss gruen bleiben.
- Ist `git status` NICHT leer: die fremden Aenderungen im Live-Checkout mit
`git -C ~/mission-control-v2 checkout -- <datei>` zuruecknehmen (deine Arbeit liegt sicher im
Worktree) und im Vorschlag ehrlich erwaehnen.
### 5. Zwei-Kritiker-Gate ueber den GESAMTEN Diff (Pflicht)
Zwei Zweitgutachter mit je anderer Staerke lesen den zusammengesetzten Diff gegen — aus demselben
Grund wie in der Werkstatt („wer seine eigenen Hausaufgaben benotet, stimmt sich selbst zu"). **NICHT
`delegate_task`** (laeuft ueber `heavy` → 64K-Floor + Warm-Set-Kollision).
**Zuerst ALLES stagen** — sonst fehlen NEUE Dateien im Diff (haeufigste Falle: `git diff` ignoriert
untracked Dateien, die Kritiker bekaemen einen LEEREN Diff und wuerden alles blind ablehnen):
```
git -C ~/.hermes/worktrees/orch-<slug> add -A
```
Dann die Eingabe EINMAL bauen (mit `--cached`, damit die neuen Dateien drin sind):
```
EINGABE="AUFTRAG (im Wortlaut):
<der urspruengliche Auftrag>
ZERLEGUNG (deine Teil-Tasks, je 1 Zeile):
<1..n>
GIT-DIFF des Worktrees:
$(git -C ~/.hermes/worktrees/orch-<slug> diff --cached origin/main)"
```
Ist dieser Diff LEER, hast du nicht gestaged (oder nichts gebaut) → NICHT weiter, erst beheben.
**Kritik A — Kompetenz** (`Qwen3-Coder-Next`, starker Coder, vom Bauen noch geladen → KEIN Swap):
```
printf '%s' "$EINGABE" | FREMDBLICK_MODE=code ~/.hermes/scripts/fremdblick.sh
```
**Kritik B — Fremd-Blick** (`GLM-4.6V-Flash`, andere Modellfamilie, andere blinde Flecken):
```
printf '%s' "$EINGABE" | FREMDBLICK_MODE=code FREMDBLICK_MODEL=GLM-4.6V-Flash FREMDBLICK_MAXTOK=3000 ~/.hermes/scripts/fremdblick.sh
```
Reihenfolge bewusst: erst A (Coder-Next ist noch warm), dann B (ein Swap zu GLM). Beide beginnen mit
`URTEIL: <ABGELEHNT | FREIGABE-MIT-VORBEHALT | FREIGABE>`. **Warte auf beide.**
**Gate-Regel (streng):** Sagt AUCH NUR EINER `ABGELEHNT` → nachbessern (max. 2 Runden: den
betroffenen Teil-Task neu an den Worker, integrieren, BEIDE Kritiker erneut). `FREIGABE-MIT-VORBEHALT`
→ die Vorbehalte adressieren oder im Vorschlag ehrlich ausweisen (NICHT wegdiskutieren). Nur wenn
BEIDE tragen → Vorschlag. Beide Urteile KONKRET in den Vorschlag (welcher Kritiker was sagte). Faellt
ein Kritiker technisch aus (`FEHLGESCHLAGEN`/`ABGESCHNITTEN`) → einmal wiederholen, sonst „⚠ Kritik X
fiel aus" vermerken (NICHT als Freigabe zaehlen).
> Der schwere **Chef-Gutachter (`gpt-oss`)** laeuft NICHT in diesem heissen Pfad — er muesste 60 GB
> kalt laden und Lucys Warm-Set stoeren. Er prueft separat NACHTS im Leerlauf ueber die offenen
> Orchestrator-Vorschlaege (eigener Cron), wo Ladezeit + Warm-Set-Umbau verkraftbar sind.
- `ABGELEHNT` / berechtigte `FREIGABE-MIT-VORBEHALT` → nachbessern (max. 2 Runden: den betroffenen
Teil-Task neu an den Worker geben, integrieren, erneut gaten). Bleibt es kritisch: Kritik in den
Vorschlag schreiben, Branch bleibt liegen, Entscheidung dem Commander.
- `FREMDBLICK FEHLGESCHLAGEN`/`ABGESCHNITTEN` → einmal wiederholen; sonst im Vorschlag ehrlich
„⚠ Fremd-Review fiel aus — UNGEPRUEFT" vermerken (NICHT als Freigabe behandeln).
### 6. Telegram-Vorschlag (in LUCYS Stimme)
`bash ~/mission-control-v2/deploy/notify.sh -s "[Orchestrator]" "<text>"` — an den Commander, nicht
als anonymer Job: erst 12 Saetze, was gebaut wurde und was er jetzt entscheiden soll; dann knapp:
- die **Zerlegung** (welcher Teil-Task an welches Worker-Modell ging),
- geaenderte/neue Dateien · Kern des Diffs,
- Self-Gate-Ergebnis · Kritiker-Urteil KONKRET ausgeschrieben (nicht nur „ok"),
- Branch-Name · Frage „merge oder verwerfen?"
### 7. Nichts loeschen
Worktree + Branch + rohe Worker-Ausgaben bleiben liegen, bis der Commander entschieden hat.
## Kontext-Uebergabe — hier geht Orchestrierung am ehesten schief
Jeder Worker startet **frisch und zustandslos**: kein Gedaechtnis der bisherigen Schritte, kein
Zugriff aufs Repo. Er sieht NUR, was du ihm auf stdin gibst. Deshalb:
- Gib ihm den **relevanten Ausschnitt** mit — die betroffene Datei (oder den betroffenen Block),
benachbarte Muster zum Nachahmen, die genaue Signatur/den Namen, den er treffen muss, und bei
Folge-Schritten die bereits fertigen Artefakte, auf die er aufbaut.
- Sei praezise beim Zielartefakt: „Gib den VOLLSTAENDIGEN Inhalt der neuen Datei `X` aus" bzw. „Gib
einen unified Diff gegen den folgenden Stand von `Y` aus".
- Zu wenig Kontext → der Worker raet oder meldet `FEHLT:`. Zu viel unnoetiger Kontext → er verliert
den Fokus. Ziel: das kleinste, das den Teil-Task eindeutig macht.
## Nach dem Commander-Entscheid (kommt als neuer Auftrag)
- „verwerfen" → `git worktree remove ~/.hermes/worktrees/orch-<slug> --force && git branch -D orchestrator/<slug>`
(+ `rm -rf ~/.hermes/worktrees/orch-<slug>-work`; Remote-Branch loeschen, falls gepusht).
- „merge" → das Mergen nach main + Deploy macht der PC/Claude (Frontend-Builds gibt es nur dort).
Du pushst NIE nach main.
---
name: orchestrator
description: "Orchestrieren wie ein Manager: einen groesseren Auftrag in Teil-Tasks zerlegen, jeden SERIELL an das passende Worker-Modell delegieren (worker.sh, Ein-Schuss via llama-swap), die Ergebnisse einsammeln + zusammensetzen, per Fremd-Kritiker gaten und als Telegram-Vorschlag zurueckgeben. NIE selbst mergen/deployen — der Commander ist das Gate."
version: 1.0.0
author: MC2 (Autonomie — Orchestrator)
platforms: [linux]
metadata:
hermes:
tags: [orchestrator, delegation, werkstatt, mc2, fliessband]
---
# Orchestrator — du managst, du fuehrst nicht alles selbst aus
Nutze diesen Skill, wenn ein Auftrag zu gross fuer EINEN Rutsch ist, sich aber in wenige klar
abgegrenzte Teil-Tasks zerlegen laesst (ueberwiegend Code-Bau). Du bist der **Manager**: du
zerlegst, verteilst die Teile SERIELL an Worker-Modelle (die arbeiten), fuegst die Ergebnisse
zusammen und lieferst am Ende einen **Vorschlag** — der Commander entscheidet.
Das ist die Verallgemeinerung der **Werkstatt** (`wartung`): dort delegierst du EINEN Schritt
(Code-Review) an ein Fremdmodell. Hier delegierst du MEHRERE Bau-Schritte an Worker und behaeltst
die Integration + das Gate.
## Warum seriell (und warum das ok ist)
Mehrere grosse Modelle GLEICHZEITIG passen nicht in den Speicher. llama-swap ist **seriell** — ein
Modell laden → arbeiten → tauschen → naechstes. Orchestrierung ist ein **Fliessband, kein Schwarm.**
Langsamer (Swap-Latenz + einer nach dem anderen: Minuten), aber bei Hintergrund-/Telegram-Jobs egal.
## Scope-Check zuerst (klein anfangen)
Passt: ein Auftrag, der in **24 abgegrenzte Teil-Tasks** zerfaellt, jeder ein 12-Datei-Bau-Schritt
(neues kleines Modul + Test, kleine neue Funktion + Verdrahtung, zusammenhaengender Refactor in
wenigen Dateien). Zu gross (viele Module, echte Architektur-Entscheidungen, breite API-Aenderung):
**Etappen-Weg statt Ablehnung** (Grossbau-Entscheid 10.07.2026) — zerlege das Projekt in Etappen,
von denen JEDE fuer sich lauffaehig, gate-gruen und einzeln annehmbar ist. Baue in DIESEM Lauf nur
Etappe 1 (als normalen Orchestrator-Durchlauf mit Workern + Zwei-Kritiker-Gate); den Etappen-Plan
in den Telegram-Vorschlag schreiben und die Folge-Etappen als neue Aufgaben in die Ideen-Queue
legen (`hermes kanban create "<Projekt> — Etappe <n>: <was>" --triage`, im Body: Plan + Branch der
Vor-Etappe). Eine Folge-Etappe wird erst gebaut, wenn der Branch der Vor-Etappe in main ist —
NIE auf unangenommene Branches aufbauen. Rauere Qualitaet ist bei Grossbau ok, aber ehrlich im
Vorschlag ausweisen, was fehlt oder wacklig ist.
## Leitplanken (nicht verhandelbar)
- **Du delegierst, du baust NICHT selbst.** Jedes Bau-Artefakt MUSS aus einem `worker.sh`-Aufruf
stammen. Schreibst du den Code selbst (auch wenn der Teil-Task „einfach genug" wirkt), statt ihn
vom Worker zu holen, ist der Lauf GESCHEITERT — sag das ehrlich, statt Eigenbau als Orchestrierung
auszugeben. Belege jeden Teil-Task im Vorschlag mit dem `worker.sh`-Aufruf UND den ersten Zeilen
seiner Roh-Ausgabe. (Warum so streng: das Manager-Modell kann kleine Tasks selbst — genau dann
faellt Delegation aus Bequemlichkeit weg; das ist der haeufigste Orchestrierungs-Fehler.)
- **„Task zu klein" ist KEIN Freibrief (kein Ermessensspielraum).** Du darfst Planung, Delegation
oder das Zwei-Kritiker-Gate NICHT eigenmaechtig ueberspringen — auch nicht transparent angesagt
(„Overkill, ich mach das direkt" = GESCHEITERTER Lauf, Vorfall 09.07.2026). Wirkt der Auftrag
wirklich zu klein fuers Fliessband, ist dein EINZIGER erlaubter Ausweg: **abbrechen ohne Code**
und im Vorschlag melden „zu klein fuer den Orchestrator — bitte als Werkstatt-Auftrag (hermes -z)
oder direkt im Desktop laufen lassen". Ein Lauf, der Code liefert, enthaelt IMMER worker.sh-Belege
UND beide Kritiker-Verdikte — ohne Ausnahme.
- **Die Helfer EXISTIEREN.** `~/.hermes/scripts/worker.sh` und `~/.hermes/scripts/fremdblick.sh`
sind installiert, aber NICHT auf deinem PATH → immer mit vollem Pfad aufrufen (nie bloss `worker.sh`).
Glaubst du, sie fehlen, IRRST du dich: erst `ls -la ~/.hermes/scripts/worker.sh` ausfuehren und den
Pfad lesen, dann nutzen. „Skript fehlt" ist KEIN gueltiger Grund, den Schritt selbst zu machen.
- **Propose-only.** Am Ende steht IMMER ein Telegram-Vorschlag; die Entscheidung trifft der Commander.
NIEMALS auf `main` committen, NIEMALS mergen, NIEMALS deployen oder Dienste neu starten.
- **Nur im Worktree arbeiten.** Die Live-Instanz `~/mission-control-v2` bleibt unberuehrt.
- **Warm-Set-Schutz (Speicher vs Latenz).** Worker werden ueber **`worker.sh`** aufgerufen.
Fuer die Umsetzung von Code nutzt du **`coder`** (laedt klein neben dem Warm-Set).
Fuer die initiale **Planung** nutzt du explizit den Chef-Gutachter **`gpt-oss-120b`** (heavy),
auch wenn dessen Laden (~15s) Lucys Sprech-Latenz temporaer aussetzt. Das ist fuer diesen
Hintergrund-Prozess gewollt.
- **Fremd-Kritiker ist Pflicht-Gate.** Der zusammengesetzte Diff MUSS von `fremdblick.sh` (anderes
Modell) gegengelesen werden, bevor du vorschlaegst. Ein Manager, der Worker-Output blind
zusammenklebt, produziert leisen Muell.
- **Security-Config ist TABU:** keine Tokens, approvals, ufw, sudoers, ssh-Keys anfassen.
- **Hermes-first (10.07.2026):** Bevor ein Teil-Task NEUE Infrastruktur baut (Skript, Dienst,
Tool, Cron), pruefe ob hermes-agent das nativ kann — erst in die Eigenbau-Landkarte schauen
(`~/wissens-vault/eigenbau-landkarte.md`), notfalls `bash -lc 'hermes --help'`. Den
Pruef-Befund in den Vorschlag schreiben („nativ vorhanden: nein/ja, weil …").
- Gate rot oder Kritiker dagegen → trotzdem ehrlich melden (Branch bleibt liegen), nichts beschoenigen.
## Ablauf
### 1. Beratung & Zerlegen (Manager plant mit dem Chef)
Bevor du selbst Tasks aufteilst, befragst du zwingend **`gpt-oss-120b`** nach einem Architektur-Plan:
1. Sende den initialen Auftrag per `worker.sh` an den Chef-Planer:
```bash
printf '%s' "Auftrag: $auftrag" | WORKER_MODEL=gpt-oss-120b WORKER_ROLE=plan ~/.hermes/scripts/worker.sh > /tmp/orch-plan.txt
```
2. Lies den Plan (`cat /tmp/orch-plan.txt`) und nutze ihn, um den Auftrag in eine **geordnete, nummerierte Liste von Teil-Tasks** zu zerlegen.
3. Fuer jeden Teil-Task entscheide: (a) Artefakt, (b) Worker (`coder` + `build`/`refactor`), (c) Kontext.
### 2. Worktree anlegen (Slug = kurzer Kebab-Case-Name des Auftrags)
Worktrees liegen unter `~/.hermes/worktrees/` (NICHT /tmp — ueberlebt keinen Reboot und
hinterlaesst kaputte Worktree-Registrierungen, Review-Befund 15.07.):
```
mkdir -p ~/.hermes/worktrees && cd ~/mission-control-v2 && git fetch -q origin \
&& git worktree add ~/.hermes/worktrees/orch-<slug> -b orchestrator/<slug> origin/main
mkdir -p ~/.hermes/worktrees/orch-<slug>-work # Ablage fuer rohe Worker-Ausgaben
```
### 3. Routen — je Teil-Task ein Worker-Ein-Schuss (seriell)
Fuer jeden Bau-Teil-Task:
1. Baue die Eingabe: **genau der noetige Kontext** + der praezise Auftrag (siehe unten). Bereits
fertige Artefakte aus frueheren Schritten als Kontext mitgeben, wenn der Worker sie braucht.
2. Ruf den Worker auf und fang die Ausgabe roh ab:
```
printf '%s' "$eingabe" | WORKER_ROLE=build ~/.hermes/scripts/worker.sh > ~/.hermes/worktrees/orch-<slug>-work/<n>.out
```
(Default-Modell ist `coder`. Fuer einen bewusst anderen Worker `WORKER_MODEL=<rolle-oder-id>`.)
3. **Pruefe die Ausgabe, bevor du sie verwendest:** Beginnt sie mit `FEHLT:`, hast du zu wenig
Kontext gegeben → nachliefern und erneut rufen. Hat der Worker versehentlich einen ```-Codezaun
oder Prosa drumherum gesetzt, entferne ihn. Dann schreibe das saubere Artefakt mit deinen
Datei-Tools an seinen Platz im Worktree (`~/.hermes/worktrees/orch-<slug>/...`). Der Worker hat KEINE
Datei-Haende — das Schreiben machst DU.
4. **Schreibziel-Pflicht (Vorfall 09.07.2026):** JEDES write_file/patch-Ziel MUSS mit
`~/.hermes/worktrees/orch-<slug>/` beginnen — vor dem ersten Schreiben einmal laut pruefen. NIEMALS nach
`~/mission-control-v2/...` schreiben (Live-Checkout!), NIEMALS Work-Dirs/Worktrees FREMDER
Slugs wiederverwenden (beim Doku-Lauf landete ein Artefakt im Live-Checkout, weil das alte
`/tmp/orch-hermes-desktop-work` recycelt wurde). Existiert dein `~/.hermes/worktrees/orch-<slug>` noch nicht,
ist das der Beweis, dass Schritt 2 fehlt — erst Worktree anlegen.
5. **Grosse Artefakte NIE im Klartext in deine Antwort** — sie gehoeren in Dateien im Worktree.
Wer Dateiinhalte in die Antwort kippt, stirbt am Output-Limit mitten im Lauf (Doku-Lauf
09.07.2026: abgewuergt VOR Kritiker-Gate und Vorschlag). In der Antwort: Pfade + 1-Zeilen-Zusammenfassung.
### 4. Integrieren + Self-Gate (nach jedem Schritt bzw. am Ende)
Die Worker liefern Bausteine — DU sorgst dafuer, dass sie zusammenpassen (Imports, Verdrahtung,
Namen). Dann das Selbst-Gate, was zutrifft:
- Python geaendert → `python3 -m py_compile <dateien>` (und wenn ein Test dabei ist und ohne
schwere Deps laeuft: den Test im Worktree ausfuehren).
- Shell geaendert → `bash -n <dateien>`
- Frontend (`frontend/src/...`) → **Node EXISTIERT auf der Box** (bewiesen 09.07.2026, Läufe
role-metadata + desktop-gateway): im Worktree `cd frontend && npm install && npm run build`
ausfuehren und das neue `frontend/dist` MIT-committen (AGENTS.md-Pflicht — sonst zeigt die Box
nach Merge+Deploy den alten Stand). **Danach `git checkout -- frontend/package-lock.json`**,
falls npm install es nur als Nebeneffekt angefasst hat (wiederkehrendes Muster: 3 Laeufe in
Folge hatten lockfile-Dreck) — es gehoert NUR in den Commit, wenn Dependencies sich wirklich
aendern sollten. Schlaegt der Build fehl, ehrlich ausweisen: „Gate eingeschraenkt: Build
fehlgeschlagen, tsc laeuft beim Merge auf dem PC."
- **Live-Checkout unberuehrt (PFLICHT, zwei Beweise):**
- `git -C ~/mission-control-v2 status --porcelain -uno` **muss LEER sein** (Beweis, dass du
wirklich nur im Worktree gearbeitet hast — ein gruener Health-curl allein reicht NICHT, weil
der laufende Dienst den alten Code im RAM haelt und eine schmutzige Datei auf der Platte nicht
bemerkt).
- `curl -sf http://127.0.0.1:9001/api/health` muss gruen bleiben.
- Ist `git status` NICHT leer: die fremden Aenderungen im Live-Checkout mit
`git -C ~/mission-control-v2 checkout -- <datei>` zuruecknehmen (deine Arbeit liegt sicher im
Worktree) und im Vorschlag ehrlich erwaehnen.
### 5. Zwei-Kritiker-Gate ueber den GESAMTEN Diff (Pflicht)
Zwei Zweitgutachter mit je anderer Staerke lesen den zusammengesetzten Diff gegen — aus demselben
Grund wie in der Werkstatt („wer seine eigenen Hausaufgaben benotet, stimmt sich selbst zu"). **NICHT
`delegate_task`** (laeuft ueber `heavy` → 64K-Floor + Warm-Set-Kollision).
**Zuerst ALLES stagen** — sonst fehlen NEUE Dateien im Diff (haeufigste Falle: `git diff` ignoriert
untracked Dateien, die Kritiker bekaemen einen LEEREN Diff und wuerden alles blind ablehnen):
```
git -C ~/.hermes/worktrees/orch-<slug> add -A
```
Dann die Eingabe EINMAL bauen (mit `--cached`, damit die neuen Dateien drin sind):
```
EINGABE="AUFTRAG (im Wortlaut):
<der urspruengliche Auftrag>
ZERLEGUNG (deine Teil-Tasks, je 1 Zeile):
<1..n>
GIT-DIFF des Worktrees:
$(git -C ~/.hermes/worktrees/orch-<slug> diff --cached origin/main)"
```
Ist dieser Diff LEER, hast du nicht gestaged (oder nichts gebaut) → NICHT weiter, erst beheben.
**Kritik A — Kompetenz** (`coder`, starker Coder, vom Bauen noch geladen → KEIN Swap):
```
printf '%s' "$EINGABE" | FREMDBLICK_MODE=code ~/.hermes/scripts/fremdblick.sh
```
**Kritik B — Fremd-Blick** (`debugger`, andere Modellfamilie, andere blinde Flecken):
```
printf '%s' "$EINGABE" | FREMDBLICK_MODE=code FREMDBLICK_MODEL=debugger FREMDBLICK_MAXTOK=3000 ~/.hermes/scripts/fremdblick.sh
```
Reihenfolge bewusst: erst A (Coder-Next ist noch warm), dann B (ein Swap zu GLM). Beide beginnen mit
`URTEIL: <ABGELEHNT | FREIGABE-MIT-VORBEHALT | FREIGABE>`. **Warte auf beide.**
**Gate-Regel (streng):** Sagt AUCH NUR EINER `ABGELEHNT` → nachbessern (max. 2 Runden: den
betroffenen Teil-Task neu an den Worker, integrieren, BEIDE Kritiker erneut). `FREIGABE-MIT-VORBEHALT`
→ die Vorbehalte adressieren oder im Vorschlag ehrlich ausweisen (NICHT wegdiskutieren). Nur wenn
BEIDE tragen → Vorschlag. Beide Urteile KONKRET in den Vorschlag (welcher Kritiker was sagte). Faellt
ein Kritiker technisch aus (`FEHLGESCHLAGEN`/`ABGESCHNITTEN`) → einmal wiederholen, sonst „⚠ Kritik X
fiel aus" vermerken (NICHT als Freigabe zaehlen).
> Der schwere **Chef-Gutachter (`gpt-oss`)** laeuft NICHT in diesem heissen Pfad — er muesste 60 GB
> kalt laden und Lucys Warm-Set stoeren. Er prueft separat NACHTS im Leerlauf ueber die offenen
> Orchestrator-Vorschlaege (eigener Cron), wo Ladezeit + Warm-Set-Umbau verkraftbar sind.
- `ABGELEHNT` / berechtigte `FREIGABE-MIT-VORBEHALT` → nachbessern (max. 2 Runden: den betroffenen
Teil-Task neu an den Worker geben, integrieren, erneut gaten). Bleibt es kritisch: Kritik in den
Vorschlag schreiben, Branch bleibt liegen, Entscheidung dem Commander.
- `FREMDBLICK FEHLGESCHLAGEN`/`ABGESCHNITTEN` → einmal wiederholen; sonst im Vorschlag ehrlich
„⚠ Fremd-Review fiel aus — UNGEPRUEFT" vermerken (NICHT als Freigabe behandeln).
### 6. Telegram-Vorschlag (in LUCYS Stimme)
`bash ~/mission-control-v2/deploy/notify.sh -s "[Orchestrator]" "<text>"` — an den Commander, nicht
als anonymer Job: erst 12 Saetze, was gebaut wurde und was er jetzt entscheiden soll; dann knapp:
- die **Zerlegung** (welcher Teil-Task an welches Worker-Modell ging),
- geaenderte/neue Dateien · Kern des Diffs,
- Self-Gate-Ergebnis · Kritiker-Urteil KONKRET ausgeschrieben (nicht nur „ok"),
- Branch-Name · Frage „merge oder verwerfen?"
### 7. Nichts loeschen
Worktree + Branch + rohe Worker-Ausgaben bleiben liegen, bis der Commander entschieden hat.
## Kontext-Uebergabe — hier geht Orchestrierung am ehesten schief
Jeder Worker startet **frisch und zustandslos**: kein Gedaechtnis der bisherigen Schritte, kein
Zugriff aufs Repo. Er sieht NUR, was du ihm auf stdin gibst. Deshalb:
- Gib ihm den **relevanten Ausschnitt** mit — die betroffene Datei (oder den betroffenen Block),
benachbarte Muster zum Nachahmen, die genaue Signatur/den Namen, den er treffen muss, und bei
Folge-Schritten die bereits fertigen Artefakte, auf die er aufbaut.
- Sei praezise beim Zielartefakt: „Gib den VOLLSTAENDIGEN Inhalt der neuen Datei `X` aus" bzw. „Gib
einen unified Diff gegen den folgenden Stand von `Y` aus".
- Zu wenig Kontext → der Worker raet oder meldet `FEHLT:`. Zu viel unnoetiger Kontext → er verliert
den Fokus. Ziel: das kleinste, das den Teil-Task eindeutig macht.
## Nach dem Commander-Entscheid (kommt als neuer Auftrag)
- „verwerfen" → `git worktree remove ~/.hermes/worktrees/orch-<slug> --force && git branch -D orchestrator/<slug>`
(+ `rm -rf ~/.hermes/worktrees/orch-<slug>-work`; Remote-Branch loeschen, falls gepusht).
- „merge" → das Mergen nach main + Deploy macht der PC/Claude (Frontend-Builds gibt es nur dort).
Du pushst NIE nach main.
+1 -1
View File
@@ -80,7 +80,7 @@ unangenommene Branches aufbauen — erst wenn die Vor-Etappe in main ist, kommt
<git -C ~/.hermes/worktrees/wartung-<slug> diff origin/main>" | FREMDBLICK_MODE=code ~/.hermes/scripts/fremdblick.sh
```
Das läuft auf `Qwen3-Coder-Next` (128k, code-stark, anderes Modell als der Qwen3.6-Worker,
Das läuft auf `coder` (128k, code-stark, anderes Modell als der Qwen3.6-Worker,
lädt klein neben dem Warm-Set) mit einem Code-Review-Raster. **Warte auf die Ausgabe.** Der
Kritiker leitet den Fehlerfall SELBST aus der Bug-Beschreibung ab (glaubt dem Autor nicht),
spielt den geänderten Code durch und beginnt mit `URTEIL: <ABGELEHNT | FREIGABE-MIT-VORBEHALT